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Taufgeschenke

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Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Sisu » 22.05.12 11:37

Hallo,

meine Nichte wird am Sonntag in 2 Wochen getauft. Leider bin ich tierisch einfallslos und weiß garnicht was man so zur Taufe kaufen kann? Normale Geschenke wie zum Geburtstag auch??? Oder gibt es da was besonderes? Eine Taufspruch habe ich meiner Schwester schonmal geschickt. Den habe ich mir auf einer Seite mit Taufsprüchen rausgesucht. Den musste sie schonmal dem Pfarrer sagen, für die Urkunde.

Ich habe auch schon nach Taufgeschenken gesucht und sowas hier gefunden http://www.amazon.de/Kinder-Kreuz-Kinderzimmer-Schutzengel-mit-Harfe/dp/B002K6HLKY/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1337682963&sr=8-2, aber ich glaube nicht das meine Nichte an sowas Spaß hat!?

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen oder schon eine Taufe gehabt...
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Brötchen » 22.05.12 12:14

ich hab als Baby zur Taufe meine ersten Ohrringe geschenkt bekommen :)

Aber es scheint, dass Deine Nichte schon ein wenig älter ist, wenn Du meinst, dass sie an einem Kreuz oder Engel, keine Freude haben könnte?
Ich schreib hier nur, um die Leere zu verdrängen =:-)
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Spocky » 22.05.12 13:37

Hallo Sisu,

zur Taufe schenkt man in allgemeinen Dinge für das Kind, da es ja das erste Fest des Kindes ist und weniger für die Eltern. Allerdings sind es in diesem Alter doch noch eher Sachen, mit dem das Kind nichts anfangen kann.
Folgende Fragen wären wichtig: Bist du gläubig bzw sind die Eltern deiner Nichte gläubig? In diesem Fall ist ein Kreuz sicher eine Idee, zum Schutze des Kindes. Es darf da auch gerne was buntes sein (zB so was), ist ja für ein Kind. Sowas in der Art ist auch ein Kettchen mit einem Engel dran, eigent sich aber für Babys natürlich nicht. Falls der Täufling über 5 ist, ist so ein Engelkettchen was.
Da man bei der Taufe seinen Namen bekommt und so auch seinen Namenspatron, kann man auch ein Buch oder ein Bild zum Namenspatron schenken. Ist der Täufling älter als 5 Jahre, kannst du auch eine Kinderbibel schenken. Mit bunten Bildern und schönen Texten.

Ist die Familie nicht gläubig oder ist es ihr egal, kannst du schenken, wie du lustig bist. Geld ist ne Idee, du kannst dem Kind ein Konto anlegen und Geld einzahlen, wannimmer was zu feiern ist. Oder du schenkst Geld in einer schönen Karte und sagst den Eltern, sie sollen was kaufen, was das Kind freut oder was es brauchen kann.
Oder du kaufst ihm ein schönes Kuscheltier, Kinder brauchen irgendwann etwas, was ihnen das Gefühl gibt, beschützt zu sein, auch wenn die Eltern grad nicht um die Ecke sind (sorry, ich habs ein bissl mit Schutz. Ich bin gläubig und Taufe ist für mich die Aufnahme in eine schützende Gemeinde. Und das zeigt man durch ein Symbol)
Ne Freundin von mir hat sich zur Taufe aller ihrer Kinder (sie hat 4, bald kommt das 5.) von mir Kinderbesteck gewünscht. Ich muss ehrlich zugeben, da sehe ich keinen großen Sinn dahinter, aber viele Eltern scheinen sich über sowas zu freuen.

Das sind jetzt fürs erste alle Ideen, dich habe :D vielleicht hilfts dir weiter.
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Redrain » 22.05.12 16:05

An Kinderbesteck habe ich auch gedacht, ich halte es für eine moderne Form des Tauflöffels...

Die Sitte, Neugeborene zu beschenken, existierte schon in der Antike (vgl. z.B. die 'Weisen aus dem Morgenland' in der Weihnachtsgeschichte). Dabei war Edelmetall (z.B. in Form von Goldmünzen) wegen seiner glückverheißenden Symbolik (Wohlstand, sozialer Status) besonders beliebt - "aber dieses Myrrhezeugs das könnt ihr euch das nächste Mal in die Haare schmieren", wie Brians Mutter sagte. Silber hatte dabei gegenüber Gold (von den geringeren Kosten einmal abgesehen) den Vorteil, dass man daraus Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch verfertigte - wie z.B. Löffel. Bei Löffeln kam zum praktischen Nutzen noch hinzu, dass es Gegenstände persönlichen Gebrauchs (und somit also persönliche Geschenke) waren. Schließlich war bis in das 18. Jahrhundert häufig der Löffel das einzige spezielle Essbesteck (das Messer diente noch einer Vielzahl weiterer Zwecke) und es war üblich, stets den eigenen Löffel zu benutzen. Löffel waren häufig Statussymbole; wertvolle Löffel wurden das ganze Leben hindurch benutzt (spezielle Kinderlöffel gab es noch nicht) und waren daher ein perfektes Geschenk zur Taufe - gewissermaßen ein Geschenk fürs Leben, wobei der Geber idR der Pate war.

Zum Patengeschenk der Wahl wurde der Silberlöffel (vorausgesetzt, der Pate konnte sich so etwas leisten) vor allem im 16. und 17. Jahrhundert, nachdem Ende des 15. Jahrhunderts die sog. 'Apostellöffel' aufgekommen waren. Diese wurden aus Silber gegossen; die (gelegentlich vergoldeten) Stielenden stellten jeweils einen Apostel dar. Hinzu kam als 13. Löffel einer mit der Darstellung Jesu oder der Jungfrau Maria. Einen kompletten Satz von 13 Löffeln konnte sich natürlich kaum jemand leisten (entsprechend sind sie heute äußerst selten), doch ein einzelner Löffel war in wohlhabenden Kreisen als Taufgeschenk äußerst beliebt, vor allem natürlich ggf. mit dem zum Taufnamen passenden Apostel. Im 19. Jahrhundert wurde diese Tradition aufgegriffen und Apostellöffel wurden maschinell (in Kaffeelöffel- / Kinderlöffelgröße) hergestellt und damit etwas erschwinglicher. Die Darstellung eines Apostels 'verstärkte' und konsekrierte gewissermaßen den durch das Geschenk ausgedrückten symbolischen Segenswunsch von Wohlstand und Nahrung im Überfluss. Letzteres wird allerdings heute angesichts der auch unter Kindern grassierenden Volksseuche Adipositas kaum noch für notwendig gehalten ...

Die bereits erwähnte Redewendung "mit einem Silberlöffel im Mund zur Welt kommen" ist eine Eindeutschung des englischen "born with a silverspoon in his mouth" - der Tauflöffel war / ist vor allem in England verbreitet. Der Ausdruck deutet darauf hin, dass ein silberner Tauflöffel ein besonderes Privileg jener Gesellschaftsschichten ist, die sich selbst gerne als die 'besseren' betrachten. Vgl. dazu 'Substitute' (Pete Townshend / The Who 1966): "I was born with a plastic spoon in my mouth ...". Ein schönes Gegenstück zu Heinrich VIII (William Shakespeare 1623), wo König Heinrich Erzbischof Thomas Cranmer verspottet, er wolle sich anscheinend - Bescheidenheit vorschützend - vor den Ausgaben für einen Tauflöffel bzw. vor dem Griff in die eigene Besteckschublade drücken (5.Akt 3.Szene):

KING HENRY VIII
... I have a suit which you must not deny me;
That is, a fair young maid that yet wants baptism,
You must be godfather, and answer for her.
CRANMER
The greatest monarch now alive may glory
In such an honour: how may I deserve it
That am a poor and humble subject to you?
KING HENRY VIII
Come, come, my lord, you'ld spare your spoons: you
shall have two noble partners with you; the old
Duchess of Norfolk, and Lady Marquess Dorset: will
these please you? ...
Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, nur kommt niemand, sich daran zu wärmen.
(Vincent van Gogh)
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Dude » 22.05.12 16:32

Ich würde dem Kind auf jeden Fall nen IPod kaufen.
From what I've tasted of desire,
I hold with those who favor fire.
But if I had to perish twice,
I think I know enough of hate
To say that for destruction ice
Is also great.
And would suffice.
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Vera » 22.05.12 16:47

Ich hab letztens gesehen, dass es von einem namenhaften Hersteller für Spielzeug einen Halter fürs IPhone gibt. Damit die Kleinsten schon mit dem IPhone hantieren können, ohne ihm Schaden zuzufügen. Zuerst habe ich es für einen Scherz gehalten, aber nein. Das gibt es wirklich!
Jeder Mensch ist anders - nur ich nicht!
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Re: Taufgeschenke

UNREAD_POSTvon Suggs » 23.05.12 14:39

Taufgeschenke


Socken und ne Packung Knoppers in Alufolie. Basst scho'.

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