von *Roboter* » 11.11.11 06:21
Anna Lyse im Fall: "Rosenstolz und Niggemeier vs. Bushido"
Warum die Kritik an Bushidos Sexisimus und Homophobie so grandios unterging ist WEIL
1.) die Preisträger bei einer Preisverleihung der UnterhaltungsINDUSTRIE Sich nicht parteiisch geben SOLLTEN! (das wirkt neidisch)
2.) jemand anderes als die betroffene Personengruppe hätte schützend\unterstüzend sein sollen! (das wirkt solidarischer)
3.) über Sinn und Unsinn von Preisverleihung sollten MEDIENPROFIS aufgeklärt sein!
(z.B.: Obama Friedensnobelpreis oder halbschwester von Jakob Augstein wollte 15000€ PRIVATPREIS zahlen als Jury sich weigerte den Preis zu geben)
Noch ein Wort an Bushido und seine Plattenfirma.
Sehr geehrter Bushido
Falls Ihnen und ihrer Plattenfirma entgangen sein sollte das es die Heterosexuellen sind die Homosexuellen erzeugen, du weißt schon Schwanz in die Fotze, wollen Wir,die Roboter, Euch daran erinnern!
Wir wünschen dir Bushido eine glückliche Familie mit vielen vielen homosexuellen Kindern!
Mit freundlichen Grüßen
mal nicht robotisch
Zwei gute Kommentare:
"17.Bravo. Da wird der Preisträger für Integration bei der Preisverleihung öffentlich bloßgestellt – nicht sonderlich integrativ – und es reicht nicht, dass das Publikum dazu applaudiert und nicht merkt, dass Herr Plate kein anderes politisches Statement abzugeben hat, das ihn sonst morgen „nicht mehr in den Spiegel blicken lässt“, nein man muss sich über die frei gehaltene Rede auch noch lustig machen (wobei der Graf beim Ablesen mehr gestottert hat als Bushido bei seiner Rede). Dass sich die Konservativen so über seine Ehrung aufregen hat genau damit zu tun, warum er so erfolgreich ist: Er kommt an die Leute ran, an die sie gar nicht ranwollen. Man kann sich ganz klar darüber streiten, ob Bushido wirklich der Richtige für diesen Preis ist, aber öffentliche Bloßstellung bei so einer Preisverleihung darf nicht mit „Courage zeigen“ verwechselt werden.
— Saskia — 11. November 2011, 0:47 #
27.die bambi-verleihung ist in etwa so egal wie der häufig verwandte begriff der integration an präzision vermissen lässt. jeder glaubt zu wissen, wann jemand in der gesellschaft (gesellschaft heisst: „einer von uns“, im gegensatz zu denen, die es nicht sind) integriert ist und wann nicht, obgleich das gestammel schnell losgehen dürfte, sobald man dafür nachweisbare, eindeutig messbare parameter anführen müsste.
da taugt ein bushido vortrefflich zur verdeutlichung: als sohn eines tunesischen vaters und einer deutschen mutter muss er offensichtlich erstmal beweisen, dass er integriert ist, was er komischerweise mit zwei deutschen elternteilen nicht müsste. er müsste es wahrscheinlich auch nicht, wenn er schweizerischer oder australischer herkunft wäre.
wenn man ein antiquiertes verständnis von männer- und frauenrollen hat, sollte man besser keinen muslimischen hintergrund haben, sonst ist man nicht integriert – csu-mitglieder sehen sich üblicherweise nicht mit diesem makel konfrontiert.
nun ist es nicht meine absicht die texte von bushido durch relativierung zu verharmlosen, ich denke lediglich, dass sich die frage der integration nicht so einfach beantworten lässt. bushido ist ebenso gut oder schlecht integriert wie die böhsen onkelz.
interessanterweise wäre nie jemand auf die idee gekommen, mitglieder der onkelz (okay, es gibt sie nicht mehr, und der ex-sänger ist jetzt integraler bestandteil einer sozusagen „geschlossenen gesellschaft“) für ihre gelungene integration auszuzeichnen. es zeigt sich aber, dass ein preis für integration die trennung vom rest der gesellschaft eher unterstreicht, als dass er das bewirkt, was er eigentlich vorgibt. „der zivilisierte weisse mann“ zeichnet mal wieder den „noblen wilden“ aus… bushido wird das sicherlich nie auffallen.
— zwiesel — 11. November 2011, 1:44 #"
[Quelle: Niggemeier Bolg Kommentarspalte ]
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